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PRESSE - KREIS DITHMARSCHEN
Pressespiegel - Coming home in Heide
EPPENDORFER Ausgabe 7 & 8 / 2017, Seite 9, gö, www.eppendorfer.de

Coming home in Heide

lnklusives Wohnprojekt der Brücke Schleswig-Holstein
Auch in Heide ist günstiger Wohnraum knapp geworden. Etwas Abhilfe schafft nun ein Projekt, bei dem die Brücke SH Hand in Hand mit einem örtlichen Bauunter-nehmen zusammenarbeitete. Im Ergebnis entstand eine neue Heimat für sieben Menschen mit psychischen Behinderungen.

HEIDE (gö). Einfach fantastisch sei es, strahlt Ingrid J.: Sie hält die Schlüssel für ein eigenes Appartement in den Händen. "Bisher musste ich mir Küche und Bad mit anderen teilen", sagt sie. Ingrid J. gehört zu den sechs neuen Mieterinnen und Mietern, die in das von Grund auf sanierte Gebäude in der Heider Norderstraße 37 ein-gezogen sind, ein Inklusions-Wohnprojekt für Menschen mit psychischen Behinderungen. Das Wohnhaus gehörte in der Vergangenheit der Brücke Schleswig-Holstein, litt es an den örtlichen Bauunternehmer Björn Will und dessen Ehefrau Nadine verkauft hat. Innerhalb von vier Monaten sanierten sie es und schufen sie-ben Appartements zwischen 22 und 38 Quadratmetern. Die Wohnungen werden individuell vermietet, die Mieter vermittelt die Brücke. Eine große Terrasse und der rund 1000 Quadratmeter große, von Bäumen bewachsene Garten bieten Möglichkeiten für Aktivitäten und zum Entspannen. Auch in Heide ist günstiger Wohnraum knapp geworden. Der Mangel trifft vor allem Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf, denen mit der Norderstraße 37 neue Chancen für ein selbstbestimmtes Wohnen gegeben werden. Das Haus, so Brücke-SH-Geschäftsführer Wolfgang Faulbaum-Decke im Rahmen der offiziellen Schlüsselübergabe, sei vor dem Hintergrund konsequenter Ambulantisierung zu sehen. Stationäre und teilstationäre Heimplätze werden abgebaut, die ambulante Hilfe wird ausgebaut. Der Kreis Dithmarschen mit dem Fachdienst Eingliederungshilfe und die Brücke SH haben sich für dieses bisher bundesweit einzigartige Modellprojekt Inklusion zusammengeschlossen: Das Ziel ist ein vereinfachtes pauschales Abrechnungsverfahren, um ambulante Komplexleistungen zu ermöglichen und die Betreuung psychisch Kran-ker flexibler zu gestalten. Ambulante Angebote der Gemeindepsychiatrie können gemeinsam erweitert, Wohnmöglichkeiten und niedrigschwellige Beratungsangebote ausbaut werden. Die Zuständigkeitsgrenzen zwischen dem Sozialgesetzbuch XII und Sozialgesetzbuch V werden überwunden. "Wir können die Möglichkeiten unseres Regionalbudgets und das des Westküstenklinikums Heide miteinander ver-binden, um komplexe Leistungen anzubieten", so Faulbaum-Decke. Ein regionales Versorgungsnetz entsteht. „Das Angebot von Familie Will kam für uns, für die Menschen im Kreis Dithmarschen und für alle, die wir bereits jetzt unterstützen, zum richtigen Moment", kommentiert die Heider Brücke Verbundmanagerin Liane Junge das Wohnprojekt. Bereits 2012 hatte die Brücke das "Bunte Haus" in der Süderstraße bezogen. Unter einem Dach finden sich dort neben Beratungsmöglichkeiten in den Büroräumen auch weitgefächerte Kunst- und Kulturangebote für alle Bürger. Das neue Wohnhaus ist nicht weit davon entfernt, dadurch ist bei Bedarf eine intensive Betreuung der Mieterinnen und Mieter auch in deren Appartements möglich. Zum Schlüsselbund jeder Wohnung gehört eine Not-Telefonnummer: Eine niedrigschwellige Rufbereitschaft rund um die Uhr ist garantiert.

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