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PRESSE - KREIS DITHMARSCHEN
Dr. Thomas Birker, Annette Güldenring, Hans Cordshagen,Dr. Andreas Breitkreuz
Dr. Thomas Birker, Annette Güldenring, Hans Cordshagen,Dr. Andreas Breitkreuz
Pressespiegel
Eppendorfer 07/2009, Bündnis will Dithmarschen aufklären - Neuer Verein plant Aktionen zur Information über Depressionen-

Heide (rd). Auch in Dithmarschen erkranken immer mehr Menschen an einer Depression. Die Suizidrate lie­ge sogar weit über dem Durchschnitt der alten Bundesländer, so die Initiatoren des "Dithmarscher Bündnis ge­gen Depression", dessen Startschuss am 8. Juli mit einer Auftaktveranstal­tung im Heider Stadttheater gegeben wurde. Der neu gegründete Zusammenschluss will auf das Problem aufmerksam machen und dazu beitra­gen, die regionalen Versorgungs­strukturen zu verbessern. Dazu ist ein Verein gegründet worden, der Auf­klärungsarbeit leisten, schulen und auch helfen will. Zu den Gründungs mitgliedern gehören Mitarbeiter von Wohlfahrtseinrichtungen und medizinischen Institutionen. 1. Vorsitzender ist Hans Cordshagen.

Bundesweit gibt es bereits über 50 regionale Bündnisse gegen Depressi­on. In Schleswig-Holstein ist das Dithmarschen Bündnis das vierte -und das erste an der Westküste.

"In den kommenden drei Jahren wollen wir verstärkt Aufklärungsar­beit leisten. Dazu werden wir unter anderem Vorträge vor zahlreichen ge­sellschaftlichen Gruppierungen halten", kündigte Hans Cordshagen an.

Mit dabei sind auch Dr. Thomas Bir­ker, Chefarzt der Klinik für Psychia­trie, Psychotherapie und Psychosomatik am Westküstenklinikum Hei­de, und Oberärztin Annette Güldenring, die besonderen Wert auf die Früherkennung der Krankheit legen. Annette Güldenring: "Wir setzten dabei auch auf den Patienten. Wenn er frühzeitig die Symptome erkennt und sich in Behandlung begibt, können wir die Krankheit besser behandeln."
Verschiedenen Studien zufolge werden jedoch nur etwa zehn Prozent aller Depressionen richtig behandelt. Darauf weist Dr. Andreas Breitkreuz, Leiter der Psychiatrischen Tagesklinik der "Brücke Schleswig-Holstein" in Heide, hin: "Häufig werden De­pressionen von körperlichen Be­schwerden begleitet und überlagert, die der Hausarzt zuerst behandelt, weil sie nun einmal auf der Hand lie­gen. Die Behandlung der Ursache kommt oft erst später, manchmal auch nie."
Die regionalen Aktivitäten sind ein­gebettet in das bundesweite "Deut­sche Bündnis gegen Depression", dessen Zentrale in Leipzig liegt.

Informationen unter: www.buendnis-depression.de

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