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PRESSE - KREIS DITHMARSCHEN
Pressespiegel
Heider Anzeiger, 31.01.2009 - Brücke schließt Betreuungslücke
Geschlossener Wohnbereich für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen wird gebaut Heide Cdh) Immerhin der Gasbrenner für das Verschließen der Kupferschatulle war warm: In eisiger Kälte ist gestern der Grundstein für die Erweiterung des Hauses "Gezeiten" am Hochfelder Weg gelegt worden. Mit einem Investitionsvolumen von rund 700 000 Euro schließt die Brücke Schleswig-Holstein damit eine Betreuungslücke in Dithmarschen.

Dithmarscher, die aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung einen geschlossenen Wohnbereich benötigen, müssen nach der Fertigstellung des Gebäudes nicht mehr - wie jetzt - nach Neustadt oder Kropp verlegt werden. "Eine Verlegung in andere Kreise ist für die Rehabilitation schwieri­er, weil das soziale Netz fehlt", erklärt Liane Junge, Regionalleiterin der Brücke Schleswig-Holstein im Kreis Dithmarschen. Künftig haben Angehörige nicht mehr so lange Besuchswege, und für die Wiedereingliederung kann das persönliche und soziale Umfeld leichter einbezogen werden.

Liane Junge ist die Nachfolgerin von Hans Cordshagen, der das Projekt auf den Weg gebracht hatte. Die Brücke Schleswig-Holstein ist eine gemeinnützige GmbH und setzt sich für Menschen ein, die psychisch beeinträchtigt, sozial benachteiligt oder suchtkrank sind.

Im Bau sind jetzt Wohneinheiten für die geschlossene Betreuung. Weitere fünf Plätze im Haus "Gezeiten" werden so umgebaut, dass sie flexibel belegt werden können - also für die geschlossene oder offene Unterbringung.

Menschen, die eine geschlossene Betreuung - kurzzeitig oder langfristig - benötigen, haben schwere psychische Beeinträchtigungen. "Sie leiden unter häufig wiederkehrenden Krisen", erläutert Liane Junge. Oft sind die Betroffenen selbstmordgefährdet. Über die Unterbringung in einem geschlossenen Wohnbereich entscheidet ein Richter, unter anderem auf der Grundlage eines fachärztlichen Gutachtens. Im Haus "Gezeiten" ist eine 24-stündige Betreuung gewährleistet. Die Einrichtung mit ihren 24 Plätzen ist derzeit komplett ausgelastet. 20 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Im Haus "Gezeiten" werden Erkrankte zwischen 20 und 70 Jahren betreut. "Für einige der chronisch kranken Patienten ist das die letzte Wohnung", so Hans Cordshagen. Tendenziell, so hat Liane Junge festgestellt, litten immer mehr jüngere Menschen an Psychosen. Eine Genesung sei aber möglich. Von der Planung des Anbaus bis zur gestrigen Grundsteinlegung sind rund fünf Jahre vergangen, unter anderem durch verschiedene Gesetzesänderungen. Ein dickes Lob gab es gestern für die zügige Bearbeitung durch die Kreisverwaltung. Übrigens: Der Baubeginn füi das nächste Projekt der Brücke Schleswig-Holstein ist schon ir Sicht. An der Heider Süderstraße entsteht ab Frühjahr ein so zialpsychiatrisches Zentrum inklusive des Cafes "Strandgut".

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