LOGO Brücke SH
STARTSEITE / NACHRICHTEN
07.01.2020
Forschungskooperation zu Netzwerkarbeit und Netzwerkinterventionen
Die Brücke Schleswig-Holstein sieht in der Netzwerkarbeit einen vielversprechenden Ansatz, Sozialraumorientierung, Teilhabe und Selbstbefähigung zu fördern und Auswege aus der „Fürsorge-Falle“ Sozialer Arbeit zu entwickeln. Unsere Mitarbeiterin Kirsten Modrow verfügt als Master of Arts der Sozialen Arbeit über ein ausgewiesenes Fachwissen zu diesem Thema. Sie wurde von der Geschäftsführung damit beauftragt, für die Brücke SH mit der Fachhochschule Kiel, Fachbereich Soziale Arbeit und der Fachhochschule St. Pölten, Department Soziales in Österreich eine Forschungskooperation aufzubauen.
Ende Oktober 2019 fanden in Heide im „Bunten Haus“ und in der Landesgeschäftsstelle der Brücke SH in Kiel mit den Projektbeteiligten Auftaktveranstaltungen zum Projektstart der Forschungskooperation „Netzwerke und Netzwerkkarten in der Sozialpsychiatrie“ statt.

Ziel der Forschungskooperation ist, mit Hilfe von Netzwerkkarten und Interviews Erkenntnisse über Veränderungen in den persönlichen Netzwerken von Nutzern und Nutzerinnen unserer Angebote innerhalb eines Betreuungszeitraumes von ca. 12 Monaten zu gewinnen.

Folgende Fragen sind hierbei von Interesse:
• Gibt es Netzwerkveränderungen und wie beschreiben die Nutzer und Nutzerinnen diese?
• Haben sich die Netzwerkgröße und/oder die Qualitäten der Beziehungen verändert?
• Wie sieht es mit Teilhabemöglichkeiten aus, konnten sie z.B. durch Netzwerkinterventionen verbessert werden?

Gerade unter der Prämisse, Recovery-Prozesse zu unterstützen und Empowerment zu fördern, ist der gemeinsame Blick auf die persönlichen Netzwerke der Nutzer und Nutzerinnen unverzichtbar. Mit Recovery ist der unabhängig von normativ gesetzten Krankheitsbegriffen persönliche Genesungsweg gemeint, in dem die Fähigkeit, den Alltag selbstständig bewältigen zu können, teilweise oder vollständig wiedererlangt wird, ganz im Sinne des Konzeptes Hilfe zur Selbsthilfe.
Im Rahmen der Auftaktveranstaltungen hat das Forschungsteam der Fachhochschule St. Pölten einen Eindruck von den Angeboten der Brücke SH und unserer professionellen Arbeitsweise gewinnen können. Sowohl in Heide als auch in Kiel wurden Gruppendiskussionen durchgeführt, in denen sich ein lebendiger, fachlicher Austausch zu Netzwerkarbeit und Beziehungsgestaltung zu den Nutzern und Nutzerinnen entwickelt hatte. An beiden Veranstaltungstagen haben die jeweiligen Nutzer- und Nutzerinnenvertretungen teilgenommen.
Das Projekt ist für eine Dauer von zwei Jahren konzipiert. Die Projektbeteiligten werden im Mai 2020 wieder in Heide und Kiel zusammenkommen, um die nächsten Schritte einzuleiten. In der Zwischenzeit führen Mitarbeitende der Brücke SH Netzwerk-Interviews mit Nutzern und Nutzerinnen, die sich zu einer Teilnahme bereit erklärt haben.
Wir werden über den weiteren Verlauf berichten.
Projektpartner:
Fachhochschule St. Pölten (A), Department Soziales Wissenschaftliche Projektleitung: Karin Goger M.A., Patricia Renner M.A.
Fachhochschule Kiel, Fachbereich Soziale Arbeit: Prof. Joseph Richter-Mackenstein
Brücke SH: Projektleitung/Projektkooperation: Kirsten Modrow M.A.
Kontakt: k.modrow@bruecke-sh.de. Bei Fragen oder dem Wunsch nach weiteren Informationen schicken Sie gerne eine E-mail.

Copyright © 2019 Brücke SH - Alle Rechte vorbehalten. www.bruecke-sh.de
CSS ist valide!