Immer einen Schritt voraus – Chancen bei der Brücke SH

Als soziale Organisation will die Brücke Schleswig-Holstein mit der hohen Dynamik gesellschaftlicher Veränderungen und sozialpolitischer Rahmenbedingungen Schritt halten – besser noch einen Schritt voraus sein – um auf neue Herausforderungen schnell und flexibel reagieren zu können. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen diesen kontinuierlichen Veränderungsprozess mit Spaß und Freude mitgestalten und sich im eigenen Arbeitsbereich weiterentwickeln können. Wir verstehen uns als eine Lernende Organisation und arbeiten gemeinsam in einem Netzwerk des Wissens, der Erfahrungen und des Informationsaustausches.

Gerade in Zeiten knapper werdender Mittel stellt die umfassende Personalentwicklung einen der wichtigsten Schlüsselfaktoren für den Erfolg unserer Arbeit dar.
Die persönliche und fachliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat deshalb bei uns einen herausgehobenen Stellenwert und ist fester Bestandteil unserer Personalpolitik. Im Jahr 2003 haben wir mit einem Anteil von etwa 2,3 % an der Jahreslohnsumme in die Fortbildung und Weiterqualifizierung investiert. Das entspricht bei gleichmäßiger Verteilung 750 Euro pro Person.

Individuell angepasste Qualifikationsprofile geben unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit des kontinuierlichen Lernens. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, dass sie sich aktiv an der kontinuierlichen Planung ihrer beruflichen Entwicklung im Unternehmen beteiligen. In jährlichen Fördergesprächen werden die gegenseitigen Erwartungen besprochen, Wünsche und Bedarfe konkretisiert und Entwicklungsziele für den nächsten Zeitraum vereinbart.

Mit unseren Formen der individuellen Personalförderung können sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf verlassen, dass ihre fachlichen Kenntnisse nicht veralten und sie ihre Arbeit auf hohem fachlichen Niveau ausüben können.

Führungsgrundsätze
Die Grundsätze der Führung und Zusammenarbeit sind für uns Wegweiser und Leitplanke zur Verwirklichung eines gemeinsam erarbeiteten Führungs- und Kooperationsverständnisses. Mit ihnen wollen wir die Köpfe und Herzen unserer Führungskräfte und Mitarbeiter/innen erreichen.

Partnerschaft
Mit unseren Wertvorstellungen über eine humane Arbeitwelt verfolgen wir die Idee einer offenen, toleranten und vielfältigen Unternehmenskultur, die durch gegenseitige Wertschätzung und partnerschaftliches Verhalten auf und zwischen allen Ebenen der Organisation gelebt wird. In unseren innerbetrieblichen Vereinbarungen wenden wir uns gegen jegliche Form der ungerechtfertigten Benachteiligung und Diskriminierung und bekennen uns zu dem Grundsatz der Chancengleichheit.

Förderung der Chancengleichheit
Zur Sicherstellung und Förderung der Chancengleichheit im Betrieb arbeiten wir an der Entwicklung und Umsetzung folgender Maßnahmen und Bausteine, unserem 10-Punkte-Programm:

1. Anforderungsprofile der Stellen
Bei allen personellen Maßnahmen, für die bestimmte Qualifikationen erfüllt sein müssen, werden vergleichbare Qualifikationen und Berufserfahrungen berücksichtigt. Hierzu werden entsprechende Anforderungsprofile nach einheitlichem Standard entwickelt.

2. Gleichbehandlung von Frauen und Männern (gender mainstreaming)
Im Rahmen einer Projektgruppe werden Grundsätze zur Förderung von Frauen und Männern im Unternehmen erarbeitet.

3. Betriebliches Konfliktmanagement
Im Rahmen einer Projektgruppe wird ein Konzept innerbetrieblicher Konfliktregelungen erarbeitet.

4. Grundsätze der Führung und Zusammenarbeit
Im Dialog mit der Mitarbeiterschaft werden verbindliche Richtlinien für Führung und Zusammenarbeit in der Brücke SH erarbeitet.

5. Mitarbeitergespräche
Jahresmitarbeitergespäche sind nach einheitlichem Standard verbindlich eingeführt. Sie ermöglichen die persönliche Standortbestimmung und die Vereinbarung von Zielen. Der Ablaufprozess und die eingesetzten Instrumente werden fortlaufend auf ihre Geeignetheit hin überprüft.

6. Mitarbeiterbeurteilungen
Ein transparentes System der Mitarbeiterbeurteilung ist nach einheitlichem Standard verbindlich eingeführt. Damit erreichen wir eine ausgewogene und gerechtere Leistungsbewertung und eine Verbesserung der Beteiligungsmöglichkeiten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

7. Integrationsvereinbarung
Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung und Arbeitgeber führen Gespräche über den Abschluss einer Integrationsvereinbarung zur Verbesserung der Eingliederungschancen behinderter Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die Vereinbarung soll 2004 in Kraft treten.

8. Weiterqualifizierung
Die bestehenden Konzepte der Personalentwicklung werden in gemeinsamen Beratungen ständig weiterentwickelt. Schwerpunkt für das Jahr 2004 ist die Erstellung eines unternehmenseinheitlichen Konzeptes zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

9. Frauen in Leitungspositionen
Bei der Besetzung freiwerdender Stellen der höheren und oberen Leitungsebene sollen bei gleicher Eignung bevorzugt Frauen eingestellt werden.

10. Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen
Bei geeigneten Stellen wird im Rahmen der öffentlichen Stellenausschreibung bei gleicher Eignung der Bewerber und Bewerberinnen auf die bevorzugte Einstellung von Menschen mit Behinderungen hingewiesen.
Weitere Maßnahmen, die für die Umsetzung der betrieblichen Grundsätze über Gleichbehandlung und Chancengleichheit wichtig sind, werden folgen.