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Zur Entstehung der gemeindenahen Psychiatrie in Schleswig-Holstein
Die Brücke Schleswig-Holstein ist im Zuge der deutschen Psychiatriereform entstanden. Später als in anderen Ländern wurde erst Anfang der 70er Jahre durch die Psychiatrie-Enquete der Bundesregierung eine Bestandsaufnahme der psychiatrischen Anstalten durchgeführt. Menschenunwürdige Zustände in großen Krankenhäusern und die schlechte Versorgung in den Gemeinden wurde offenbar. Mängel und Notstände in der Versorgung wurden deutlich. Die Idee der gemeindenahen psychiatrischen Betreuung verbreitete sich immer mehr. Großen Einfluss hatten Erfahrungen aus Großbritannien. Hier wurden bereits in den 50er Jahren Großkrankenhäuser verkleinert oder aufgelöst. Statt dessen entstanden wohnortnah Tageskliniken und ambulante Zentren zur Versorgung der Bevölkerung. Auch die radikale Psychiatriereform in Italien spielte in den Diskussionen um hiesige Veränderungen eine wichtige Rolle.

Schleswig-Holstein blieb jedoch Schlusslicht in der bundesdeutschen Entwicklung. Am großen Modellprogramm Psychiatrie der sozialliberalen Bundesregierung nahm es als CDU-regiertes Bundesland nicht teil. So fehlten zunächst Impulse für eine Weiterentwicklung im Land.
Trotzdem entstand bald eine Bewegung "von unten": Mitarbeiter/innen psychiatrischer Einrichtungen, engagierte Bürger/innen und Angehörige gründeten Hilfsvereine. Sie alle hatten das Ziel, vor Ort konkrete Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu erbringen.

Die ersten Versuche, Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, waren sehr schwer. Mit Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gelang endlich ein Durchbruch. Jetzt konnten von den Hilfsvereinen Treffpunkte, Begegnungsstätten und Wohngemeinschaften aufgebaut werden.

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