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PRESSE - BRüCKE SH üBERREGIONAL
Pressespiegel - 30 Jahre Brücke Schleswig-Holstein
Elmshorner Nachrichten, Marianne Petersen, 11.10.2014

Mit Trommelwirbeln und Grußworten wurde gestern im Elmshorner Rathaus der Geburtstag der Einrichtung gefeiert

ELMSHORN Mit einem kleinen Festakt für Mitarbeiter, Kooperationspartner und Nutzer feierte die Geschäftsführung der Brücke Schleswig- Holstein gGmbH (Brücke SH) im Kollegiumssaal des Elmshorner Rathauses: Das 30-jährige Bestehen der sozialpsychiatrischen Einrichtung in der Krückaustadt. Die zentrale Feier wird Ende Oktober in Kiel ausgerichtet.

Zu den Gratulanten zählten unter anderem der Landesgeschäftsführer der Brücke Schleswig-Holstein, Wolfgang Faulbaum-Decke, Wirtschaftsförderer Thomas Becken und Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje. Der hob in seiner Rede die große Bedeutung der Einrichtung hervor. "Eine Gesellschaft ist nur dann vollständig, wenn sie ihre Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen integriert. Sie sind der Motor und Treiber und ich hoffe, dass ich Sie in zehn Jahren in unserem neuen Rathaus zur nächsten Feier begrüßen kann", sagte Bürgermeister Volker Hatje. In seinem Grußwort würdigte er insbesondere das Angebot der Starthilfe und verriet, dass er zu den begeisterten Gästen der Cafeteria in der Mühlenstraße gehört. "Dort ist Elmshorn. Dort gehen arm und reich gemeinsam essen und für jeden Gast gibt es ein freundliches Wort", sagte er weiter.

In einem kleinen Rückblick erinnerte Verbundmanager Helmut Jünger an die Anfänge und die Entwicklung der Brücke SH in Elmshorn. Angebote für Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung gab es vor Ort nicht. Aber mit Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gelang 1984 der Durchbruch. Aus einer Initiative verschiedener Hilfsvereine herausnahm die Brücke SH ihre Arbeit auf. Im Oktober 84 begann die Arbeit in Elmshorn mit einer teilstationären Wohneinrichtung.

„Unser Ziel war und ist es, psychisch erkrankte Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren“, sagt Jünger. Die Angebote innerhalb der Starthilfe erstrecken sich von der Arbeit innerhalb der Arbeitsbereiche über verschiedene Zusatzangebote von Einzel- und Gruppengesprächen über Unterricht bis hin zur direkten Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch Bewerbungstrainings und Praktikumsgruppen. Eines dieser Starthilfe-Angebote ist zum Beispiel die Cafeteria in der Mühlenstraße. In der Küche werden täglich bis zu 230 Essensportionen frisch zubereitet. „Für die Umsetzung der Angebote brauchen wir die Kooperation mit den Leistungsträgern und es braucht Menschen, die von unserer Leistung und Qualität begeistert sind. Deshalb geht unser Dank auch an die Nutzer", so Helmut Jünger.

Einer der Nutzer trat ebenfalls ans Rednerpult und erzählte von seinem Leben und den Erfahrungen, die er bei der Arbeit in der Malerei der Brücke sowie im Wohnhaus gesammelt hat. „Man hat eine Aufgabe und wächst damit. Ich bin selbstsicherer geworden und es ist schön, wenn man jemanden hat", sagte der 32-Jährige. Die Brücke SH beschäftigt in Elmshorn 80 Mitarbeiter, landesweit sind es 800.

Marianne Petersen

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