LOGO Brücke SH
PRESSE - BRüCKE SH üBERREGIONAL
Pressespiegel
Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V. - Ausgabe 08/2010

Wandel der Ergotherapie
Ein Vergleich der zentralen westdeutschen Lehrbücher von 1959 bis 2007

Seit 1959 sind sechs zentrale ergotherapeutische Lehrbücher in Westdeutschland erschienen. Es ist anzunehmen, dass sich in ihnen im Wesentlichen die berufstypischen Inhalte und Sichtweisen der jeweiligen Zeit widerspiegeln.
Die Autorin des folgenden Beitrags hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit den ET-Lehrbüchern intensiv befasst, ihre Inhalte schwerpunktmäßig charakterisiert und sie daraufhin betrachtet, ob an ihnen ein Wandel der Ergotherapie deutlich wird.

Einleitung
Die Ergotherapie befindet sich in einem stetigen Wandel. Dieser Veränderungsprozess wird unter anderem an der kontinuierlichen Aktualisierung der jeweils zentralen ergotherapeutischen Lehrbücher deutlich: Von 1959 bis 1979 publizierte Jentschura die Bücher "Beschäftigungstherapie. Einführung und Grundlagen" (1959), "Beschäftigungstherapie. Grundlagen und Praxis" (1974) und in Zusammenarbeit mit Janz 1979 eine Überarbeitung dieses Werkes in zwei Bänden mit gleichem Titel. Scheepers, Steding-Albrecht und Jehn veröffentlichten 1999 und 2000 die Bücher "Ergotherapie. Vom Behandeln zum Handeln. Lehrbuch für die theoretische und praktische Ausbildung". Seit 2007 erscheint die aktuelle Fassung mit dem Titel: "Ergotherapie. Vom Behandeln zum Handeln. Lehrbuch für Ausbildung und Praxis". Da in den Ausgaben von 1999 zu 2000 nur geringe Unterschiede deutlich werden, bleibt diese zweite Auflage im weiteren Verlauf unerwähnt.

Diese zentralen Lehrbücher leisten ihren Beitrag zur Darstellung und Entwicklung von Ansätzen, Grundgedanken und Methoden der Ergotherapie. Ihre Nutzung als Lehrwerke liegt naturgemäß im Bereich Ausbildung und Studium, zugleich repräsentiert das jeweilige zentrale Lehrbuch die Ergotherapie nach außen.

Welche Veränderungen werden in den 48 Jahren zentraler ergotherapeutischer Lehrbücher deutlich? Wird 2007 noch Wissen von 1959 dargestellt und welche signifikanten Neuerungen bzw. Aenderungen zeichnen sich ab? Lässt sich eine zukunftsweisende Richtung aus dem aktuellen Lehrbuch ableiten?

Ein Rückblick auf 48 Jahre
Bei dem Vergleich der zentralen Lehrbücher fällt zunächst die nahezu konstante Steigerung des Seitenumfangs ins Auge: Die erste Ausgabe von 1959 umfasste 297 Seiten, das Werk aus 2007 hat mit 599 Seiten nahezu den doppelten Umfang. Auch in der strukturellen Entwicklung der Kapitel zeigt sich Verschiedenheit. Jentschura und Janz gliedern die Lehrbücher nach medizinischen Fachbereichen (bspw. Orthopädie, Tuberkulose und Psychiatrie). Das erste ergotherapeutische Lehrbuch von 1959 ist in fünf Kapitel unterteilt, 20 Jahre später werden die unterschiedlichen Bereiche in 18 Kapiteln dargestellt. Scheepers, Steding-Albrecht und Jehn hingegen orientieren sich an spezifisch ergotherapeutischem Handeln. Die Werke ab 1999 sind in sieben bzw. acht Kapitel gegliedert. Auf der Basis von theoretischen und praktischen Fundamenten werden ergotherapeutische (Behandlungs-)Verfahren erläutert.

1959. Bei dem ersten zentralen Lehrbuch von Jentschura (1959, im Folgenden LB l) liegt der Schwerpunkt auf den handwerklichen Fertigkeiten; diesen gilt das erste und umfassendste Kapitel. Neben bis heute bekannten Materialien wie Peddigrohr werden hier auch exotische Werkstoffe wie "Röhrenknochen und Kokosnuss" (Rudel in: LB l, S.50) vorgestellt. Mannigfache Kenntnisse im Bereich handwerklicher Fertigkeiten werden zu dieser Zeit als unabdingbar für Ergotherapeut/innen angesehen. Die Ablenkung der Patienten von ihrer Krankheit, überwiegend durch handwerkliche Tätigkeiten, wird in dieser Ausgabe des Lehrbuches besonders hervorgehoben. In den vier folgenden Kapiteln werden zu der Zeit relevante Krankheitsbilder (z. B. Tuberkulose) erläutert und handwerkliche Techniken aufgeführt, die auch von solchermaßen betroffenen Klienten ausgeübt werden können. Fachbereichsübergreifend solle sich die Therapie stets "an den ganzen Menschen" (LB l, S.60) richten. Der therapeutische Einsatz von Handwerk unter Berücksichtigung der Individualität des Klienten wirkt wie ein gemeinsames Band zwischen den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen.

1974. Mit der Neuauflage von 1974 wandelt sich dieses Bild. In dem ersten Kapitel wird nun die funktionelle Beschäftigungstherapie dargestellt. Das Kapitel der handwerklichen Fertigkeiten ist komplett überarbeitet, verbunden mit einer Kürzung um 45 Seiten im Vergleich zu der ersten Ausgabe von 1959. In sechs Kapiteln werden die unterschiedlichen Bereiche der Ergotherapie erläutert, die Arbeit mit Werkstoffen bilde dabei eine Form von Therapie, die Wahl der Medien und Materialien sei Aufgabe der Therapeutin (Jentschura 1974, 5.217, im Folgenden LB II). Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse des Klienten scheinen hier kaum Beachtung zu finden.

1979. Die Neuauflage "Beschäftigungstherapie. Grundlagen und Praxis" (Jentschura & Janz 1979, im Folgenden LB III) zeigt eine deutliche Erweiterung um sozialpsychiatrisch rehabilitative Aufgabenbereiche. Dies erklärt auch die enorme Ausweitung der Kapitel. Das erste Kapitel wird erneut der funktionellen Beschäftigungstherapie gewidmet. Eine weitere Abwendung vom Handwerk wird deutlich: Dieses sei dann sinnvoll eingesetzt, wenn es "funktionell richtig genutzt" werde (Lehmann in: LB III, S.244). Des Weiteren wird erläutert, dass die Ziele des zu betreuenden Patienten neben den Zielvorstellungen der Therapeutin beachtet werden sollen (ebd.). Als ein wichtiges Anliegen der Beschäftigungstherapie wird die "medizinische Wiederherstellung" des Patienten (LB III, S.1) dargestellt. In dem zweiten und dritten Werk von Jentschura und Janz wird der funktionelle Ansatz der Ergotherapie deutlich hervorgehoben. Die medizinische Ausrichtung (bspw. die Kapitelstruktur) der zentralen Lehrbücher von 1959 bis 1979 kann u. a. mit der Berufszugehörigkeit der Autoren erklärt werden. Diese waren/sind zu einem großen Teil Mediziner, somit erfolgt die Darstellung überwiegend aus der Fremdperspektive einer Bezugswissenschaft. Dies ändert sich in den neunziger Jahren drastisch, als Scheepers, Steding-Albrecht und Jehn ein neues zentrales Lehrbuch herausgeben, das den "Klassiker" von Jentschura und Janz ablöste. Die Autoren sind nun überwiegend Ergotherapeut/innen. Dies spiegelt sich u. a. in einer komplett veränderten Anordnung und Umbenennung der Kapitel sowie durch die Hinzufügung fachtheoretischer Aspekte wider. Die Autorinnen bzw. Herausgeberinnen kombinieren medizinische und sozialwissenschaftliche Kenntnisse - die teilweise durch die vorher erschienenen Lehrbücher bereits verbreitet waren - mit bisher nicht aufgeführten spezifisch ergotherapeutischen Interventionsansätzen.

1999. (Scheepers, Steding-Albrecht & Jehn, 1999, im Folgenden LB IV). Die ersten beiden Kapitel mit den Überschriften "Entwicklung und Modelle der Ergotherapie" und "Systematik der Ergotherapie" beschäftigen sich im weitesten Sinne mit den Grundkonzepten der Ergotherapie. Es folgen die ergotherapeutischen Tätigkeitsbereiche, unterteilt in motorisch-funktionelle, neurophysiologische und neuropsychologische, psychosoziale, arbeitstherapeutische und adaptive (Behandlungs-)Verfahren. Durch diese Gliederung wenden sich die Autorinnen von der medizinischen Kategorisierung ab und heben den ergotherapeutischen Kern hervor.

2007. In der erneuten Überarbeitung von 2007 (Scheepers, Steding-Albrecht & Jehn 2007, im Folgenden LB V) werden vor allem Aenderungen der Überschriften und Erweiterungen einzelner Kapitel deutlich. Neu hinzugefügt wird das Kapitel "Arbeitsfelder und Behandlungsverfahren" (LB V, S.214ff.) In dieser Ausgabe des ergotherapeutischen Lehrbuches erscheint die Auseinandersetzung mit theoretischen Aspekten intensiviert, u. a. werden nun Themen wie Wissenschaft und Qualitätsmanagement im Zusammenhang mit Ergotherapie erläutert. Der klientenzentrierte Ansatz wird detailliert betrachtet.
Die Darstellung der einzelnen (Behandlungs-)Verfahren unterscheidet sich in dieser Ausgabe von 2007 wenig von der Ausgabe in 1999. Im motorisch-funktionellen Kapitel zeigen sich Aehnlichkeiten zu den entsprechenden Kapiteln in den Werken von Jentschura und Janz (1959-1979); interessanterweise wird dies auch bei Scheepers, Steding-Albrecht und Jehn zur Einleitung der fünf Kapitel über (Behandlungs-)verfahren deutlich formuliert. Hier wird die traditionell mechanische Ausrichtung dargestellt. Demnach besteht auch aktuell eine therapeutische Orientierung an der "reinen Funktionalität", wenn in der Therapie das alltagsrelevante Handeln für den Patienten fehlt. Es handle sich dann um Ergotherapie auf "niedrigste[m] Niveau" (Harth & Scheepers in: LB IV, S.238). Um dies zu vermeiden, wird u. a. die Arbeit mit Modellen und Assessments hervorgehoben. Allerdings wird der Kufenwebstuhl sowohl 1999 als auch 2007 kritiklos als Beispiel für funktionelle Übungsgeräte dargestellt. Die von Harth und Scheepers geforderte alltagsrelevante Handlung erschließt sich dem Leser bei diesem "Bewegungs- und Funktionstraining" (Koesling in: LB IV, S. 187; ebd. S. 308) nicht. Das Thema Handwerk wird in seinem Umfang weiter reduziert. In der 1999er Ausgabe weisen drei Indexeinträge (S. 188 f., S. 251 f.; S. 266 f.) beispielhaft auf die Anwendung von Handwerk hin; in der aktuellen Fassung gibt es keine Einträge mehr zu diesem Themenkomplex.

Zusammenfassend zeigt sich eine dreistufige Entwicklung von dem ersten Lehrbuch 1959 zu der aktuellen Ausgabe von 2007. Anfangs betont Jentschura die ablenkenden Aspekte der Ergotherapie, das Handwerk hat einen hohen Stellenwert. Die darauf folgenden Werke legen den Schwerpunkt auf die funktionelle Therapie. Scheepers, Steding- Albrecht und Jehn heben den ergotherapeutischen Grundgedanken der individuell bedeutungsvollen Betätigung und der Handlungsfähigkeit hervor. Die Autorinnen greifen neben dem funktionellen Ansatz vermehrt den lebensweltzentrierten Gedanken mit auf. Der Klient mit seinen individuellen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt. Das Ziel der Therapie ist die Integration des Klienten in die für ihn individuell bedeutungsvolle Umwelt. In Bezug auf die Betrachtungsweise des Klienten zeigen sich hier Parallelen zu der ersten Ausgabe des Lehrbuches.

Welche Entwicklung der jeweils zentralen Lehrbücher zeichnet sich ab?
Die verschiedenen Ausrichtungen im Hinblick auf Handwerk, funktionelle Therapie und Lebensweltzentrierung sind nach wie vor aktuell, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen. Das Handwerk stellt 1959 ein großes eigenständiges Kapitel dar, das bereits 1974 gekürzt erscheint und danach komplett gestrichen wird. Dennoch wird Handwerk auch aktuell als charakteristisch für die Ergotherapie beschrieben (Fürhoff 2007, S. 90). Das aktive Handeln des Menschen wird auch gegenwärtig u. a. durch handwerkliche Tätigkeiten angebahnt. Deren Einsatz richtet sich spezifisch nach den Bedürfnissen der Klienten und der Kongruenz zu den gemeinsam besprochenen Zielvereinbarungen. Der Einsatz von Medien soll sich daher an dem subjektiven Nutzen für den Klienten ausrichtet - unter dieser Voraussetzung scheint die Nutzung auch aktuell folgerichtig.
Die funktionelle Therapie wird auch weiterhin gewiss einen wichtigen Teil der Ergotherapie ausmachen, eine komplette Trennung der Ergotherapie von der Medizin scheint weder sinnvoll noch denkbar. Der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen wird auch in der funktionellen Therapie vermehrt in den Mittelpunkt gestellt. Dies zeigt sich beispielsweise an den hinzugefügten fachspezifischen Assessments und Modellen in dem motorisch-funktionellen Kapitel. In diesem Zusammenhang wäre es konsequent, Geräte zur reinen Beübung bestimmter Funktionen in der nächsten Auflage des aktuell zentralen ergotherapeutischen Lehrbuches nicht mehr darzustellen.
Der lebensweltzentrierte Ansatz, der die bedeutungsvolle Betätigung und die Handlungsfähigkeit des Individuums hervorhebt, durchzieht mehr und mehr alle Bereiche des ergotherapeutischen Lehrbuches. Besonders deutlich wird dies in dem Kapitel über Arbeitstherapie; hier stehen "Lebensweltorientierte Konzepte" (Weber, Marotzki & Philipp! in: LB IV, S. 362) im Mittelpunkt. Diese neue Richtung zeigt sich auch in dem Ausblick des 2007 hinzugefügten Kapitels "Arbeitsfelder und Behandlungsverfahren" (Scheepers, Reichel & Rüter in: LB V, S. 214ff.). Hier werden neue Leistungsansätze wie Prävention, Gesundheitsförderung und Beratung vorgestellt. Der Ansatz von lebensweltzentrierter Therapie, losgelöst von Krankheit und medizinischen Diagnosen, scheint als selbstständiges Konstrukt zu bestehen (Scheepers in: LB V, S. 230ff.).

Bereits die Ausgabe von 1999 wird "... als Metapher der aktuellen Zerrissenheit und Verwirrung in der Disziplin und den daraus ableitbaren Veränderungspotentialen" (Hack 1999, S. 205ff.) beschrieben. Dies scheint auch für die Ausgabe von 2007 zutreffend. Aktuell stützt sich das ergotherapeutische Wissen auf humanistische, funktionell-reduktionistische und systemtheoretische Denkrichtungen (vgl. Schwarz in: LB IV, S. 42). Diese unterschiedlichen Ansätze bergen ein gewisses Konfliktpotenzial. Der verstärkte Bezug des zentralen Lehrbuches auf die Sozialwissenschaften kann auf eine Distanzierung vom medizinischen Bezugsrahmen hindeuten. Es zeigt sich Enthusiasmus bezüglich der beginnenden Ablösung vom reduktionistischen, medizinischen Modell. Gleichzeitig werden medizinisch ausgerichtete Weiterbildungen, im Zusammenhang mit ergotherapeutischen fachspezifischen Therapieansätzen, immer häufiger in Anspruch genommen (vgl. Schwarz in: LB V, S. 65). Dieses Thema wird im Kapitel "Arbeitsfelder und Behandlungsverfahren" (Scheepers, Reichel & Rüter in: LB V, S. 214 ff.) aufgegriffen: Bei der Darstellung der derzeitigen ergotherapeutischen Arbeitsfelder wird darauf hingewiesen, dass noch ein kurativ rehabilitativer Einfluss vorherrsche (Scheepers in: LB V, S. 214). Durch eine systemische Beschreibung von Ergotherapie erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den bestehenden Behandlungsverfahren.

Ergotherapie ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf mit vielen unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern. Dies wird auch an der Vielzahl der Buchkapitel deutlich. Aus den breitgefächerten Möglichkeiten resultieren jedoch auch Schwierigkeiten, die sich unter anderem in dem Entwurf eines einheitlichen Berufsbildes widerspiegeln. Das aktuell zentrale Lehrbuch zeigt keine Lösung, auch hier wird keine "zentral gültige Ergotherapeutin" dargestellt. Vielmehr wird vor allem auf die individuelle Spezialisierung Wert gelegt (vgl. LB l, S. 5). Dies scheint sich bei der heutigen Generation der Ergotherapeut/innen noch weiter auszudifferenzieren, beispielsweise durch unterschiedliche Berufsabschlüsse (Ausbildung, Studium). Diese Thematik wird auch in dem Vorwort der aktuellen Ausgabe aufgegriffen: Hier werden die Ergotherapeut/innen in "Theorie und Praxis" (LB V) gruppiert, es wird sogar von einer "Sandwich-Generation" (ebd.) gesprochen.

Was aus diesen vielschichtigen Möglichkeiten in Zukunft resultieren wird, bleibt mit Spannung zu erwarten. Die aktuelle Ausgabe vereint gemäß dem Titel "Ergotherapie. Vom Behandeln zum Handeln. Lehrbuch für Ausbildung und Praxis" die Theorie mit der Praxis (z. B. Qualitätsmanagement in der psychiatrischen Behandlung) und führt so beide Bereiche geschickt zusammen.

Wünschenswert erscheint es, dass dies auch einem neuen zentralen Lehrbuch gelingen wird! Ob es auch hier nach drei Büchern zu einer kompletten Aenderung der Autoren und der inhaltlichen Gliederung kommen wird, bleibt abzuwarten. Es ist aber anzunehmen, dass auch in dem folgenden Werk noch Grundwissen von 1959 zu finden sein wird.

Literatur
Die zentralen Lehrbücher I-VI
Jentschura G, Hrsg. Beschäftigungstherapie. Einführung und Grundlagen. Stuttgart: Thieme 1959[LBI]
Jentschura G, Hrsg. Beschäftigungstherapie. Grundlagen und Praxis. 2. neubearb. Aufl. Stuttgart: Thieme 1974 [LB II]
Jentschura G, Janz H.-W, Hrsg. Beschäftigungstherapie. Grundlagen und Praxis in 2 Banden. 3. neuüberarb. und erweiterte Auflage. Stuttgart: Thieme 1979
[LB 1111.
Scheepers C, Steding-Albrecht U, lehn P, Hrsg. Ergotherapie. Vom Behandeln zum Handeln. 1. Auflage. Stuttgart: Thieme 1999 [LB IV]
Scheepers C, Steding-Albrecht U, Jehn P, Hrsg. Ergotherapie. Vom Behandeln zum Handeln. 2. Auflage. Stuttgart: Thieme 2000
Scheepers C. Steding-Albrecht U, Jehn P, Hrsg. Ergotherapie. Vom Behandeln zum Handeln. Lehrbuch für Ausbildung und Praxis. 3. überarb. u. erw. Aufl. Stuttgart: Thieme 2007 [LB V]

Quellenangaben
Fürhoff 1. (2007). Grundlagen, Theorien und Modelle in der Ergotherapie. Ergotherapeutische Mittel und Medien. In: [LB V]
Hack B. M. (1999). Buchbesprechung 6 Buchhinweise: Ergotherapie. Vom Behandeln zum Handeln Lehrbuch für theoretische und praktische Ausbildung
Ergotherapie B Rehabilitation, 1999, 3, 205-206
Koesling C. (1999). Motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren. Behandlungsmittel. In: [LB IV]
Koesling C. (2007) Motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren. In: [LB V]
Lehmann M. (1974). Techniken in der Beschäftigungstherapie, In: [LB II]
Lehmann M. (1979). Beschäftigungstherapeutische Techniken in der funktionellen Behandlung. In: [LB III]
Harth A, Scheepers C. (2007), Motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren.
Entstehung der Behandlungsverfahren. In: [LB V]
Scheepers C. (2007). Arbeitsfelder und Behandlungsverfahren. In: [V] Scheepers,
C., Reichel, K. Rüter, E. (2007). Arbeitsfelder und Behandlungsverfahren.
In: [LB IV]
Schwarz M. (2007). Grundlagen, Theorien und Modelle in der Ergotherapie. Bedeutung medizinischen Grundwissens für die Ergotherapie. In: [LB V]
Rudel, EM. (1959). Handwerkliche Fertigkeiten der Beschäftigungstherapie. In: [LBI]
Weber P, Marotzki U, Philippi R. (1999). Arbeitstherapeutische Verfahren. Einleitung.
In: [LB IV]

Zusammenfassung
Wandel der Ergotherapie
Ein Vergleich der zentralen westdeutschen Lehrbücher von 1959 bis 2007
Die Ergotherapie befindet sich in einem stetigen Wandel, nachvollziehbar anhand der zentralen ergotherapeutischen Lehrbücher. Anhand eines Vergleichs der Lehrbücher von Jentschura (1959, 1974) und Janz (1979) sowie Scheepers, Steding-Albrecht und Jehn (1999, 2000, 2007) wird die jeweilige Ausrichtung der Ergotherapie identifiziert. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, ob sich Veränderungen und Entwicklungen abzeichnen. Durch diese Literaturarbeit wird dem Leser ein historischer Rückblick über die Lehrbücher und deren Entwicklung gegeben. Es zeigt sich von 1959 bis 2007 ein deutlicher Wandel hin von der ablenkenden über die funktionale zur zunehmend lebensweltzentrierten Ausrichtung, wobei jedoch die älteren Ansätze weiterhin thematisiert werden.

Schlüsselwörter: Berufsbild, zentrale Lehrbücher, ablenkende/funktionale/ lebensweltzentrierte Ausrichtung


HELEN KARLA FRICKE, Ergotherapeutin B.Sc.,
ET-Examen 2004, B.Sc. an der HAWK Hildesheim in 2009. Von 2007 bis 2009 in einer ergotherapeutischen Praxis mit Schwerpunkt Pädiatrie beschäftigt. Seit 2009 in der ambulanten Eingliederungshilfe von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen in Elmshorn tätig.
Kontakt: HelenKFricke@web.de

Copyright © 2017 Brücke SH - Alle Rechte vorbehalten. www.bruecke-sh.de
CSS ist valide!